Ein Wallet, das Ihre Dokumente wie Geheimnisse behandelt
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Jedes wichtige Dokument, verschlüsselt und immer in der Tasche — ein Wallet mit Datenschutz an erster Stelle für Ausweise, Karten und Zulassungen. Live im App Store und bei Google Play.
Die wichtigen Dokumente der meisten Menschen liegen als Fotos in der Galerie — unverschlüsselt, nicht durchsuchbar und als Screenshots in voller Auflösung geteilt.
Ein Wallet, das Ihre Dokumente wie Geheimnisse behandelt
Pocket ID ist ein digitales Wallet mit Datenschutz an erster Stelle: Ausweise, Bankkarten, Fahrzeugscheine und persönliche Dokumente — auf dem Gerät verschlüsselt, in Sekunden durchsuchbar und als Karten gestaltet, die man tatsächlich lesen kann. Mein selbst gestelltes Briefing: die Gewohnheit, Dokumente als Fotos in der Galerie zu sammeln, durch etwas ersetzen, das schneller UND deutlich sicherer ist — ohne dass jemals ein Server die Daten berührt.
Herausforderung
Ein Dokumenten-Wallet steht und fällt mit Vertrauen und Tempo — und beides kämpft gegeneinander: Jede Sicherheitsebene bremst genau den Moment, auf den es ankommt, wenn man am Schalter den Ausweis zeigen soll und hinter einem Leute warten. Die Design-Herausforderung: den sicheren Weg zum schnellen Weg machen — Biometrie statt Passwörter, offline statt Cloud-abhängig, strukturierte Karten statt herangezoomter Fotos. Und das Ganze musste als Solo-Einreichung die Reviews von Apple und Google bestehen.
Live im App Store und bei Google Play. Durchschnittlich 4,5 Sterne in der Beta, 100 % der Tester würden es empfehlen.
Live im App Store und bei Google Play — solo gestaltet, gebaut und eingereicht.
Verschlüsselte Offline-first-Speicherung mit biometrischer Sperre, Screenshot-Blockierung und Erinnerungen an Ablaufdaten.
Integrierter Dokumentenscanner plus ein Vorlagensystem, das Fotos in strukturierte, durchsuchbare Karten verwandelt.
Geräteübergreifende Migration über das Dateiformat .pocketid — kein Konto, kein Server, kein Lock-in.
Prozess
Wie ich vorgegangen bin, Schritt für Schritt.
01
Karten statt Fotos
Dokumente werden in typisierte Vorlagen gegliedert — Ausweis, Bankkarte, Fahrzeugschein, persönliche Dokumente — mit genau den Feldern, auf die es ankommt. Eine Kategorieauswahl steuert das Formular, und das Ergebnis erscheint als lesbare, gestaltete Karte mit Vorder- und Rückseite statt als spiegelndes Foto.
02
Privat durch Architektur
Alles wird auf dem Gerät verschlüsselt und funktioniert komplett offline. Biometrische Sperre, Screenshot-Blockierung und das Ausblenden von Inhalten in der App-Übersicht sind je ein Schalter. Cloud-Sync gibt es — aber optional und nur ins eigene Google-Konto des Nutzers, nie auf einen Bearacle-Server.
03
Ein Designer für jede Karte
Menschen personalisieren, was sie bei sich tragen. Eigene Farben, Kategorien und Tags machen jede Karte auf einen Blick erkennbar — was auch ein Usability-Feature ist, wenn man in Eile durchs Wallet scrollt.
04
Teilen, das zur Sensibilität passt
Drei Arten zu teilen, mit unterschiedlichem Datenschutzgewicht: ein gestaltetes Bild für den schnellen Versand, Klartextfelder für Formulare und eine .pocketid-Datei, die über Gmail, Drive oder Dateien reist und sich auf einem anderen Gerät verlustfrei importieren lässt — geräteübergreifende Migration ohne Server dazwischen.
Entscheidungen
Jedes Design ist eine Reihe von Entscheidungen. Das waren die großen.
05
Meine Abwägungen
Die Optionen, die ich abgewogen habe — und warum ich mich so entschieden habe.
Entscheidung 01
Verschlüsselung auf dem Gerät, optionaler Sync ins eigene Drive des Nutzers
✕
Cloud-Konten mit serverseitigem SyncStattdessen erwogen
Warum: Bei einem Wallet voller Ausweise muss „Wir können Ihre Daten nicht sehen“ in der Architektur stecken, nicht in einem Richtlinienversprechen. Kein Server heißt auch keine Angriffsfläche für Datenlecks — und keine Infrastrukturrechnung für ein Solo-Studio.
Entscheidung 02
Typisierte Kartenvorlagen mit Scanner-Unterstützung
✕
Freie Fotoablage mit OCRStattdessen erwogen
Warum: Fotos sind schnell hinzugefügt und nutzlos in der Anwendung. Struktur kostet bei der Eingabe ein wenig und zahlt sich bei jedem Abruf aus — Suche, Erinnerungen an Ablaufdaten, lesbares Teilen.
Entscheidung 03
Eine teilbare .pocketid-Datei
✕
Übertragung von Gerät zu Gerät per QR-CodeStattdessen erwogen
Warum: Eine QR-Übertragung braucht beide Geräte vor Ort und entsperrt. Eine Datei nutzt Kanäle, denen Menschen bereits vertrauen — Gmail, Drive, AirDrop — und dient zugleich als Backup-Format.
Design
Die ausgelieferten Screens — und was sich verändert hat.
06
Screens
Ein genauerer Blick auf das finale Design.
Start — Ihre Dokumente als lesbare, gestaltete Karten
Kartendetail — antippen zum Umdrehen, Bearbeiten oder Teilen
Karten-Designer — Farben, Vorder- & Rückseite, eigene Felder
Neu hinzufügen — Scanner (Beta), Import und typisierte Vorlagen
Teilen — als Bild, als Klartext oder als .pocketid-Datei
Sicherheit — biometrische Sperre, Screenshot-Blockierung, Erinnerungen an Ablaufdaten
Reflexion
Pocket ID ging zuerst für Android bei Google Play live und bestand dann das App-Store-Review — nach einer Ablehnung, die fairerweise eine berechtigte Frage zu einer Berechtigung stellte und die App besser machte. Beta-Tester bewerteten sie mit 4,5, und 100 % würden sie empfehlen. Heute ist sie das stille Alltags-Flaggschiff im Bearacle-Portfolio.
07
Wichtigste Erkenntnisse
Lektion 01
Sicherheitsfunktionen werden nur genutzt, wenn sie einen einzigen Schalter kosten. Jeder zusätzliche Schritt halbiert die Nutzung.
Lektion 02
Ein Store-Review ist ein Design-Review. Die Ablehnung, die wehtat, zeigte auf eine echte Unklarheit.
Lektion 03
Struktur schlägt Freiform: Typisierte Vorlagen haben Suche, Erinnerungen an Ablaufdaten und Teilen überhaupt erst möglich gemacht.
08
Rückblick
Pocket ID hat mich gelehrt, dass Vertrauen ein UX-Deliverable ist. Die Features, bei denen Tester „endlich“ sagten, waren nicht clever — es waren die langweiligen Garantien, klar ausgesprochen: offline, verschlüsselt, kein Konto. Wenn ich die App weiterentwickle, ist die nächste Etappe ein smarter Umgang mit Ablaufdaten — die App kennt die Daten Ihrer Dokumente bereits; sie sollte dafür sorgen, dass Sie nie mit einem abgelaufenen Pass an einer Grenze stehen.